Fitnesslüge: Magnesium schützt vor Muskelkrämpfen

Nein, auch wenn viele Profisportler vor dem Training Magnesium wie Brausepulver vertilgen – Schutzwirkung gegen Muskelkrämpfe hat Magnesium leider nicht. Dafür ist die üblicherweise eingenommene Menge zu gering, zumal auch nur ein Teil davon in den Muskeln ankommt und dort verwertet werden kann.

 

Damit Magnesium als Schutz vor Muskelkrämpfen überhaupt wirken kann, müsste es über mehrere Wochen in sehr hoher Dosierung aufgenommen werden. Allerdings würden derart hohe Dosen den Verdauungstrakt stark belasten und möglicherweise heftigen Durchfall auslösen.

Was du jedoch tun kannst, ist den Magnesiummangel im Körper (Magnesium wird, wie auch andere Mineralstoffe, über den Schweiß ausgeschieden), mit ausgewogener Ernährung zu verhindern. Magnesium ist vor allem in Vollkornprodukten wie Brot und Getreideflocken, in Hülsenfrüchten (Kichererbsen, Bohnen, Erbsen), in Bananen, grünem Gemüse und Milchprodukten enthalten. Auch Sonnenblumenkerne, Sesam und Nüsse enthalten viel Magnesium.

 

Im europäischen Raum empfehlen die Gesundheitsbehörden eine Magnesiumaufnahme von täglich 300 bis 400 mg für Erwachsene (Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung DGE). Ernährungserhebungen zeigen aber, dass die durchschnittliche Aufnahmemenge in den meisten europäischen Ländern unter den empfohlenen Zufuhrmengen liegt. Laut Nationaler Verzehrsstudie (2008) erreichen in Deutschland 26 % der Männer und 29 % der Frauen nicht die täglich empfohlene Zufuhrmenge für Magnesium.

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